32 auf dem größten Campingplatz Europas…Ciao Italia

Definition “Irrweg”

falsches, verkehrtes, nicht zum Ziel führendes Verfahren auf italienischen Campingplätzen

Der Abschied von Treffen mit den Freunden dauert bei mir immer ein wenig, da ich meistens noch keine Lust habe, zu fahren. Obwohl es ein schönes und entspanntes Treffen war, viel mir der Abschied diesmal nicht so schwer, die Aussicht auf meinen weiteren Urlaub trieb mich an. 

Nach dem Frühstück machte ich mich auf den Weg, ich programmierte mein China Navi und hoffte, auf dem Weg eine Tanke zu finden. Nicht, dass mein Tank übermäßig leer gewesen wäre, aber ich habe die Angewohnheit immer voll zu tanken, bevor ich größere Strecken fahre. 

Die Strecke durch die Schweiz war super gut zu befahren, ich fand eine Tanke und passierte auch bald die Grenze nach Italien. Hier hielt ich als erstes an, und programmierte mein Google Maps, da es im Gegensatz zu, Russennavi einfach in der Lage ist, Staus anzuzeigen und rund um Mailand gibt es ja gerne mal einen Stau. Ich versuchte auch nochmal mein Garmin anzuschmeißen und bemerkte eine Unebenheit im Gehäuse, ich schaute es mir genauer an und stellte fest, dass die Speicherkarte mit den Kartendaten nicht richtig eingerastet war und somit war auch klar, warum das Teil die Schweiz nicht fand. Das war mal wieder typisch, ich pack irgendwas mit meinen Grabschfingern an, setze es ausser Gefecht, wundere mich, dass es nicht mehr funktioniert und mach mir tagelang Sorgen, dass ich den Weg durch die Schweiz nicht finde, obwohl eine Reparatur maximal 2 Sekunden dauert. Manchmal finde ich mich selbst doof!

Die Strecke durch Italien verlief zwar staufrei, aber zog sich dann doch, da der Verkehr doch schon ziemlich stark war. Ich stellte mich drauf ein, ewig vorm CP warten zu müssen, denn ich hatte in einer Reportage gesehen, dass es beim Check In ständig zu Verzögerungen kam. Als ich jedoch vor das erstaunlich unspektakuläre Portal kam, stellte ich zu meiner Verwunderung fest, dass nur zwei Fahrzeuge vor mir waren. Das “Einchecken” ging super schnell, man drückte mir ein Buch in die Hand, sagte ich solle mir irgendeinen Platz auf dem übersichtlichen Platzplan aussuchen und morgen mit der Platznummer ins Rezeptionsbüro gehen. Fertig!

Ich schaute mir den Plan an und entschied mich für irgendeine Region auf dem CP…dann ging es los.Ich hatte seit meiner Abfahrt über 800 km zurückgelegt ohne mich auch nur einmal zu verfahren. Um auf diesen Platz die Ecke zu finden wo ich hin wollte, brauchte ich eine geschlagene Stunde inklusive wenden, Zickzack fahren, mit dem Radträger an den Baum stoßen usw usw. Ich war völlig genervt und fand den Platz jetzt schon scheiße. Man könnte jetzt sagen,… du hättest ja auch einen anderen Platz nehmen können, hattest ja freie Wahl….das stimmt, aber soweit habe ich in meinem Chaoskopf in diesem Moment nicht gedacht.

IRGENDWANN fand ich den perfekten Stellplatz für mich. Nicht weit zum Meer, nicht weit zum Sanitätshaus, nicht weit zu Abfallentsorgung. Ich schnappte mir erstmal ein Bier und richtete mich gemütlich ein. Der Campingplatz war wirklich RIESIG, aber dennoch war es entspannt. Das Sanitätshaus war bis Dato das Sauberste, dass ich jemals auf irgendeinem CP gesehen habe. Hier wurde von frühmorgens bis spätabends in zwei Schichten von jeweils zwei Personen geputzt und gereinigt und dieses Sanitätshaus war nur eines von 11 oder 12 oder so. In Sachen Sauberkeit kann ich wirklich nur einen Daumen nach oben geben.

Der Strand war nett. Jetzt nicht super weiß mit türkisem Wasser, aber pudriger Sand und schön weit. Nun kann man nicht sagen, dass ich ein ausgewiesener Dauerstrandlieger bin, aber die Beachbars hatten frisch gezapftes Bier, das Wetter passte, also gab es schlimmere Orte um seine freizeit zu verbringen.

Sporttechnisch landpaddelte ich täglich ein paar Mal kreuz und quer über den CP und merkte immer wieder wie groß der Platz war. Der Asphalt war super smooth und somit perfekt zum Boarden. Ich genoss es sehr.

Mir war klar, dass ich nicht die große Sightseeing Tour in der Umgebung machen würde. Venedig war ich schon und die direkte Umgebung um den Platz jetzt nicht sooooo der Hammer. Ich ging jeden Tag einkaufen, lachte über das Wasser-Aerobic, ging an den Strand und lies es mir gut gehen. Der Platz ist für Familien wirklich super. Den Kids wird was geboten und die Eltern können währenddessen chillen. Für einen alleinreisenden Erwachsenen reicht es aber nach 3-4 Tagen und so war es auch bei mir. Eines Nachmittags entschied ich kurzfristig, dass es am nächsten Tag weitergehen sollte. Ein Platz in Rovinj war ausgesucht und hier würde ich nur faul werden.

Der Marina di Venezia ist zumindest in der Vorsaison echt chillig, will mir aber nicht vorstellen, was da in der Hauptsaison los ist. Ich wollte den Platz sehen, ich habe den Platz gesehen und hatte nun keine Probleme weiterzureisen, auch wenn ich ihn nicht schlecht fand.

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