29 Stand Up Paddling ….Das BEAST


Definition “Kahn”

breites, flaches Schiff ohne eigenen Antrieb zur Beförderung von Lasten

Nach meinem SUP-Trainerstunden am Leoner See musste natürlich ein eigenes Board her. Die Boards die in der SUP-Schule angeboten wurden, gingen bei knapp 1000 Euro los, was mir eindeutig zu teuer war. Dafür wusste ich einfach noch nicht, wie oft ich das Board nutzen würde.

Klar war, dass es ein Inflatable sein sollte. Auch wenn die Hardboards beim Testen viel mehr Spaß gemacht hatten, waren sie mir doch zu deutlich zu unhandlich und definitiv zu empfindlich. Hatte wenig Lust ständig Hantier zu haben, dass ding zu verstauen und mir ständig jemanden suchen zu müssen, der es repariert.

Ich recherchierte einige Abende und es war klar, dass es so ein Einsteigerset werden würde. Es gab die ganz billigen Dinger bei Amazon, die einen schon von den Bildern anschrien….Kauf mich nicht!!! Ich bin Müll!

Letztendlich entschied ich mich für ein Aqua Marina Beast 10’6. Gemäß den seiten übergreifenden Rezensionen war es ein relativ preisgünstiges Mittelklasse Allround Board mit einem recht netten Design.

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Gekauft, es wurde geliefert und ich musste es natürlich gleich ausprobieren. Die mitgelieferte Pumpe war schon mal völlig für den Arsch und nachdem ich das Board knapp 20 Minuten aufgepumpt hatte, nur um festzustellen, dass ich das Ventil nicht zugemacht hatte und somit die ganze mühsam rein gepumpte Luft innerhalb von 3 Sekunden wieder entwich, bekam die zarte Pflanze unserer noch jungen Beziehung einen ersten Knick.

Mein knapp 80 jähriger Vermieter sah mich keuchend und fluchend an dem Board stehen und wollte mir nun helfen, das Teil wieder aufzupumpen. Das war mir dann aber doch peinlich und zog es nochmal durch. Das Board sah wirklich ganz nett aus, aber es war mir klar …würde ich nochmal 35 Minuten brauchen um es aufzupumpen, würde ich es einfach in den Müll schmeißen.

Zwecks Boardtestfahrt machte ich ein Wochenende am Leoner See. Das Beast war nicht so steif, wie ich es mir vorgestellt hatte und war aufgrund seiner Breite irgendwie mehr Floß als Surfboard. Aber was sollte ich micht beschweren, wenigstens hielt es mein Gewicht aus. Alle anderen waren schneller als ich, aber zu der Zeit wunderte mich das noch nicht so sehr, denn schließlich war ich ja erst Wiederanfänger und dadurch, dass ich mich so anstrengen musste, wurde der Workout nur effektiver.

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Die Banannenform des SUP-Boards wunderte mich da zwar schon, aber ich gab dem keine weitere Beachtung. Bis ich mich irgendwann mit einem Boardbauer  für Kiteboards in Holland unterhielt, der sich mein Board anschaute und meinte, dass die Form komisch sei und ich mir wahrscheinlich den Arsch anpaddeln würde, um von der Stelle zu kommen. Er vermutette, dass sich Verklebungen im Drop Stich (irgendsone Aufbauform von aufblasbaren Boards) gelöst hätten und es deswegen die Form nicht mehr halten könnte.

Ich benutzte das Board die nächsten Jahre auch weiter, trotz Bananenform, denn ich fahre ja keine Rennen damit, sondern nutze es als Workoutmöglichkeit.

FAZIT zum Aqua Marina BEAST: das Board ist ok, wenn man ein bissl planschen will oder zu zweit darauf rumpaddeln will. Es ist weder sonderlich handlich, noch sonderlich schnell, aber dafür ist es normalerweise (ohne Bananenform) als Allround Board sehr kippstabil und absolut für Anfänger geeignet. Uneingeschränkt empfehlen kann ich es aufgrund der Qualitätsprobleme an meinem Board nicht. Selbst wenn es nur mittelpreisig ist, sollte es doch nicht aus der Form geraten und seine Steifigkeit verlieren.