27 Richtung Polen West…das Dresdner Umland

Definition “Verkehrsaufkommen”

Zahl der Fahrzeuge in einem bestimmten Bereich des Straßenverkehrs…Freitags oft blöd

Einer meiner Lieblingskollegen hatte mich zu seinem runden Geburtstag eingeladen. Selbst wenn dieser Geburtstag bei Dresden stattfinden sollte, war es für mich Ehrensache dorthin zu fahren. Außerdem war es wiedermal ein Grund unterwegs zu sein.

Es war Freitag und ich machte am frühen Nachmittag Feierabend, um den letzten Rest in Herrn Joplin zu packen und zeitig weg zu kommen. Die Party sollte Samstag stattfinden, ich hatte aber vor, Freitag zu fahren und mir noch einen gemütlichen Tag zu machen. 

Es war für April herrliches Wetter, die Sonne schien, es war verhältnismäßig warm und ich war in guter Stimmung…BIS…ich nach 6km auf der Autobahn im ersten Stau stand. Herrlich….aber ich war fest entschlossen mir die Stimmung nicht versauen zu lassen und drehte die Musik noch etwas lauter. Leider half das nicht, denn ich fuhr von einen Stau in den nächsten und so langsam machte ich mir Sorgen, ob ich noch vor Schließung der CP-Anmeldung da sein würde.

Nachdem ich ca. 2,5 Stunden vor Nürnberg stand, rief ich bei dem CP an und erfuhr zum ersten Mal wie locker und flexibel CP-Betreiber sein können. Man sagte mir zu, die Schlüsselkarte für die Schranke irgendwo zu verstecken und ich solle jetzt locker machen, es wäre egal wann ich aufschlagen würde. Ab dann ging es und ich konnte den Rest der Strecke absitzen. 

Der CP war nix Wildes, aber nach guten 9 Stunden fahrt, war mir das völlig egal, ich richtete mich ein, gönnte mir ein Bierchen und legte mich pennen. Vor lauter Müdigkeit hatte ich vergessen die Verdunklung vom Alkovenfenster nachzumachen und so wurde ich geweckt, weil die Sonne langsam mein Hirn weich kochte. Ich kroch aus der Koje, warf mir Wasser ins Gesicht und hockte mich mit einem Kaffee nach draußen. Es war herrlich! Die Sonne schien, knappe 20 Grad …..was braucht man mehr?

Wegen der Chaosfahrt am Vortag und der Aussicht auf die Party am Abend, hatte ich wenig Lust auf Sightseeing und so chillte ich ein bissl. Ich nahm mir für den Abend vor, nicht, wie so oft, zu den Letzten auf der Party zu gehören, sondern wie jeder normale Mensch halbwegs zeitig abzuhauen…als ich morgens zum Sonnenaufgang angeschickert und Schulter an Schulter mit einem mir unbekannten Menschen Lieder sang, wurde mir klar, dass mein Vorhaben gescheitert war. Ich legte mir irgendwann in Herrn Joplin und brauchte ungefähr 3 Sekunden um einzuschlafen.

Als ich am nächsten Morgen wach wurde, lagen auf meiner Treppenstufe zwei belegte Brote, die mein Lieblingskollege für mich geschmiert hatte …. super lieb! Wir verabschiedeten uns und ich machte mich so langsam abfahrbereit. 

Ich war nicht wirklich fit und so ließ ich mir auf der Rückfahrt alle Zeit der Welt. Ich suchte mir ein Plätzchen in den Feldern, machte ein bissl Bubuh und genoss das herrliche Wetter….

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