42 Internet unterwegs

Definition “Connection”

Beziehung, Verbindung (die für jemanden nützlich ist, ihm Vorteile verschafft)

 Sämtliche Versuche mich mit TV und Sat-Anlage anzufreunden, waren kläglich gescheitert. ALSO ich brauchte Plan B zwecks Beschäftigung an einsamen und regnerischen Abenden. 

Als interessierter Digital Immigrant, brauchte ich auch regelmäßig eine Internetverbindung um mich in der schönen neuen Welt des WWW zu bewegen. Hier mal ein Facebookpost, da mal eine Route für Googlemaps, hier mal ein Hörbuch, da mal Zeitung lesen. Da ich es also eh schon brauchte, sagte ich mir, dann kannst auch schauen, dass Du die Voraussetzungen schaffst, um alles damit zu machen.

Das neue EU-Recht spielte mir in die Karten, denn innerhalb der EU waren die Roaminggebühren abgeschafft worden und die Chance, dass ich sooo viel außerhalb der EU unterwegs sein würde, waren vielleicht mit Ausnahme der Schweiz echt nicht so arg groß und wenn ich irgendwo sein würde, wo das EU-Recht keine Anwendung finden würde, würde ich Plan B finden und mir eine lokale SIM Karte anschaffen.

Als erstes erweiterte ich meinen Mobilfunkvertrag und hatte nun 40 GB was ich meinen Augen utopisch viel zu sein schien.  Dann fing ich an Blogs zu durchforsten. Natürlich kam ich auch auf diesen Blogs vorbei, wo die Schreiber Peilsender, feste Antennen und Router mit einer Kapazität für 50 Geräte installiert hatten und das Ganze für schlanke 2500 Euro oder so. Das konnte es für mich nicht sein. Ich wollte wegen Internet kein Loch in Herr Joplins Dach bohren, ich wollte keine Fußballmannschaft mit all ihren Geräten einladen und vor allem wollte ich mich auch nicht pleite machen. 

Ich suchte weiter und schließlich fand ich einen Blog, der das ganze Thema eher von der “Allerwelts-Leute”-Seite und weniger von der “Super-Nerd-ich-arbeite-mobil-und-lade-täglich-Millionen-von-GB-und-will-außerdem-nur-das-Beste”-Seite betrachtete. Die Blogger Kollegen beschrieben, dass sie Internet für ihre Arbeit, zum streamen und die normalen Dinge im Netz brauchten und unter 2 Personen maximal 4-5 Geräte gleichzeitig im Wlan hatten. Das hörte sich doch sehr nach meinem Nutzungsverhalten an. 

Diese beiden Blogger hatten den Gigacube, welchen ich aber nicht haben wollte. Zum einen war ich nicht bei Vodafone und zum anderen wollte ich kein Gerät haben, dass nur über 230 Volt lief. Es sollte nicht nur nutzbar sein, wenn ich an Landstrom stand, es sollte auch funktionieren, wenn ich frei stand oder unterwegs war.

Als ich nach Alternativen suchte kam ich zum Thema “mobile Internet Router” mit Akku und USB Ladekabel. Jetzt kamen wir dem Ganzen schon näher. Mit den entsprechenden Suchanfragen fand ich raus, dass diese Router häufiger bei Vanlifern anzutreffen waren und die meisten empfahlen Geräte von Huawei oder Netgear und zwar solche, mit der Option eine externe Antenne anzuschließen, denn logischerweise schirmte die Alu-Außenhaut des Wohnmobils die Mobilfunkstrahlen ein stückweit ab und die Antenne könnte man je nach Bedarf außen oder am Fenster platzieren. 

Die Huawei-Geräte waren deutlich günstiger, als die Netgear-Teile und hatten ähnlich gute Bewertungen. Also sprach für mich nichts dagegen mir so eins anzuschaffen. Dazu noch die externe  Antenne gemäß Amazon-Empfehlung. 

Als das Gerät ankam war die zweite SIM-Karte bereits da und ich konnte es in Betrieb nehmen. Nach 2-3 Fehlversuchen klappte es schließlich. Das Gerät fand die SIM Karte und das Mobilfunknetz und baute ein Netzwerk auf.

Mittlerweile benutze ich das Teil seit mehr als zwei Jahren und muss sagen, es ist wirklich super. Es hat meistens mehr “Balken” als mein Handy und wenn ich die Antenne noch anschließe, dann kommt meistens noch ein Balken dazu. 

Der verbaute Akku ist in Sachen Durchhaltevermögen bestenfalls geht so, aber mittlerweile habe ich überall in Herrn Joplin USB-Anschlüsse verteilt, dass mich das nicht weiter stört. Der Stammplatz des Routers ist mittlerweile auf einer Ablage unterhalb des Tisches in der Dinette, der Strom ist dauerhaft angeschlossen und die externe Antenne auch. Die Antenne ist zwischen Scheibe und Rolo geklemmt und tut unauffällig ihren Dienst.

Wenn die Verbindung hart zwischen “luschigem” UMTS und “gerade-noch-so”-LTE schwankt, dann schließe ich den Router im Cockpit an, beppe die Antenne von außen an die Windschutzscheibe und führe das Antennenkabel durch einen Spalt an der Seitenscheibe zum Router. So habe ich schon so manches Mal, genug Bandbreite gefunden, damit es für mich und mein Zwecke reicht.

Die monatlichen 40 GB meines Vertrages haben meistens ausgereicht. Nur zweimal wurde es knapp, wo ich dann auf lokale Wlan ausgewichen bin, um Vertragsvolumen zu sparen. Weil ich mittlerweile noch mehr unterwegs bin und sehr oft auch Homeoffice von unterwegs mache, habe ich meinen Vertrag nochmals erweitert und habe nun ein Volumen von 120 GB im Monat, nachdem mir ein sehr gutes Angebot gemacht wurde.

A pro pos Wlan. Angeblich soll der Router auch freies Wlan auf einem Campingplatz oder so einfangen können. Bisher habe ich allerdings noch nicht rausgefunden wie. Muss aber auch zugeben, dass ich aus mangel an Bedarf seit bestimmt 1,5 Jahren nicht mehr danach geschaut habe.

Ich habe einen Telefonicavertrag und das war in der Netzabdeckung in Deutschland schonmal ein bissl schwierig. Muss aber sagen, dass es stetig besser wird. Im Ausland habe ich eh noch nie irgendwelche Probleme mit dem Mobilfunknetz gehabt.

Fazit: Ich kann meinen Router und die externe Antenne uneingeschränkt empfehlen. OK, der Akku ist Müll, aber dafür baut er ein strammes WLAN auf, dass auch 30 Meter von Herrn Joplin entfernt noch funktioniert. Ich mache mittlerweile alles über Internet. Streame über das Tablet, benutze meinen Social Media Kram über Handy und Laptop und arbeite mit dem Laptop. Das Einzige, was sich verändert hat ist, dass ich bei der Stellplatzsuche neben den örtlichen Gegebenheiten vorher auch noch ein Auge auf die Karte mit der Netzabdeckung werfe, aber wie schon erwähnt, wird auch das in Deutschland immer besser.

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